Dorsten Aktuell


17.01.2018
 

Bürgerbudget wurde im ersten Jahr gut in Anspruch genommen

Auch 2018 stehen wieder 38 000 Euro zur Verfügung, um Bürgerprojekte zu unterstützen

Das neue Bürgerbudget wurde im ersten Jahr gut genutzt, der mit 38 000 Euro gefüllte Topf nahezu komplett ausgeschöpft. Mit dem Geld wurden insgesamt 25 Projekte von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Initiativen unterstützt. 2018 stehen erneut 38 000 Euro zur Verfügung und ab dem Jahr 2019 sogar der doppelte Betrag: 76 000 Euro – ein Euro pro Dorstener Bürgerin oder Bürger.
Bürgermeister Tobias Stockhoff freut sich, dass die Möglichkeit dieser Förderung schon im ersten Jahr so gut angenommen wurde. „Es ist uns ernst damit, das bürgerschaftliche Engagement in Dorsten zu fördern. Das beinhaltet dann natürlich auch, dass wir als Stadt für gute Ideen einen zählbaren Beitrag leisten wollen.“
Beispielhaft seien hier drei realisierte Projekte vorgestellt:

• Der Heimatverein Rhade hat eine Förderung für das Jubiläumswochenende 800 Jahre Rhade erhalten. Das Wochenende wurde in Kooperation vieler Rhader Gruppen und Vereine durchgeführt. Die intensive Vorbereitung und Durchführung hat die Zusammenarbeit im Dorf gefördert, neue Kooperationen gestiftet und damit das Wir-Gefühl in Rhade gestärkt. Das Projekt zeigt nicht nur, dass eine Dorfgemeinschaft vieles auf die Beine stellen kann, sondern dass dabei das eigene bürgerschaftliche Engagement gestärkt und ausgebaut wird.

• Die Wulfener Bibliotheksfreunde haben mit Mitteln aus dem Bürgerbudget einen deutlichen finanziellen Beitrag zum Einbau einer neuen Ausleihtheke in der Bibi am See in Barkenberg geleistet. Die Bibi am See kann nur mit der bürgerschaftlichen Unterstützung existieren, die vom Verein der Bibliotheksfreunde organisiert wird. Neben der Sicherung von Öffnungszeiten leisten die Bürgerinnen und Bürger Beiträge bei der konzeptionellen und praktischen Gestaltung der Bibliothek.

• Der Initiativkreis Zukunft Marienviertel ist mit der Stadt Dorsten eine enge Kooperation zur Gestaltung eines neuen Wohnquartiers auf dem Sportplatz der ehemaligen Gerhardt-Hauptmann-Schule eingegangen. Mithilfe von Bürgergesprächswerkstätten wurde ermittelt, welche Bedarfe und Anliegen an ein neues Wohnquartier zu stellen sind. Mit der Förderung aus dem Bürgerbudget organisiert die Initiative in einem weiteren Schritt studentische Planungsideen, die dem Quartier an dieser Stelle ein neues Gesicht geben können.

Ferner wurden aus dem Bürgerbudget u.a. gefördert die 1000-Jahr-Feier Lembeck, ein Quartiersfest in Barkenberg, Aufwertungen der Ehrenmale in Deuten, Altendorf-Ulfkotte und Holsterhausen Dorf, die Ausstattung des Ellerbruchtreffs in Hervest, das Lichterfest in der Altstadt oder ein Ballfangzaun auf dem Pausenhof der Antoniusschule Holsterhausen. Mit 4000 Euro wurde der größte Einzelbetrag für die Sanierung des vereinseigenen Kinderspielplatzes auf der Sportanlage in Wulfen bewilligt.

Mit Beginn des Jahres 2017 hat die Stadt Dorsten das Bürgerbudget eingeführt. Zuvor hatte der Haupt- und Finanzausschuss im Dezember 2016 eine Richtlinie erlassen und das benötigte Geld zur Verfügung gestellt. Das Bürgerbudget dient dazu, bürgerschaftliche Arbeit und Ehrenamt in Dorsten zu fördern. Die Bearbeitung erfolgt im Büro für Bürgerengagement, Ehrenamt und Sport.
Die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements soll vor allem über die einzelnen Stadtteile erfolgen. Dazu sieht die Richtlinie vor, dass 80 % des Budgets auf die Stadtteile entsprechend ihrer Einwohnerzahl verteilt werden und die Entscheidung über vorliegende Anträge in der jeweiligen Stadtteil- oder Quartierskonferenz getroffen wird, sofern es eine gibt und diese zuvor vom Haupt- und Finanzausschuss eine entsprechende Zertifizierung erhalten hat (bisher Bürgerforum Rhade, Porte Lembeck, Wulfen-Konferenz, Hervestkonferenz, Stadtteilkonferenz Altendorf-Ulfkotte). Die verbleibenden 20 % werden für stadtteilübergreifende Projekte eingesetzt. Die Entscheidungen über solche Anträge werden im Rathaus getroffen.

Informationen zum Bürgerbudget

gibt es bei Joachim Thiehoff im Büro für Bürgerengagement, Ehrenamt und Sport, Telefon 02362 / 66 33 34, E-Mail joachim.thiehoff@dorsten.de