5. Tisa-von der Schulenburg Preis für
Joanna Schulte
Der 5. Kunstpreis der Tisa von der
Schulenburg-Stiftung wurde am 08.02. 2011 an
die Multi-Media-Künstlerin Joanna Schulte
vergeben. Die Preisverleihung fand im
Ausstellungsraum Virtuell-Visuell in der
Wiesenstraße in Dorsten statt.
Zeitgleich jährte sich der zehnte Todestag
der Künstlerin Tisa von der Schulenburg, die
als „Schwester Paula“ im Kloster der
Ursulinen in Dorsten gelebt und gewirkt hat.
Im Rahmen der Preisverleihung wurde auch der
verstorbenen Künstlerin gedacht, die in
Dorsten an vielen Stellen des öffentlichen
wie auch privaten Lebens durch ihre Werke
präsent ist. Die Ordensfrau, die Zeit ihres
Lebens gegen Hunger, elend und soziale
Ungerechtigkeit bildreich protestierte, war
bis zu ihrem Tod mit 97 Jahren dorstener
Ehrenbürgerin.
Die Tisa von der Schulenburg-Stiftung hatte
den mit 5.000 Euro dotierten Preis für
Bildende Kunst (Malerei, Bildhauerei und
Grafik) im Vorjahr bundesweit
ausgeschrieben. Aus 130 Bewerbungen hat die
vierköpfige Jury sich einstimmig für die
Multimedia-Künstlerin aus Hannover
entschieden. Die Jury setzte sich zusammen
aus Marion Taube, Dr. Rüdiger Fenne, Jörg
Loskill und Dr. Uwe Rüth.
Ausstellung
Im Ausstellungsraum Virtuell-Visuell in der
Wiesenstraße 4 (am Markt) fand die Eröffnung
der Preisträger-Ausstellung „Nonnenstiege“
statt. Diese Ausstellung zeigt großformatige
Bilder in Diasec-Technik aus den Fotoserien
„Hermannstr.“, „Das Brautkleid“ und
„Muttergedenken“ sowie die Videoinstallation
„Von der Wiederkehr der Unordnung oder
Repeat of the Ordinary“.
Gleichzeitig wurde in einemm 300 Jahre alten
Kellergewölbe des Ursulinenklosters die
Installation „Sr Paula“ der Öffentlichkeit
vorgestellt, die aus Anlass der Preisvergabe
von Joanna Schulte angefertigt wurde. Damit
wird zum ersten Mal ein Kunstwerk einer
Tisa-Preisträgerin auf Dauer in Dorsten
verbleiben, das gleichzeitig als Hommage an
Schwester Paula inszeniert ist.
Ausstellung bei Virtuell-Visuell e.V.
Wiesenstraße 4 (nähe Marktplatz, Altstadt)
46282 Dorsten, Mittwoch und Donnerstag 15:00
bis 18:00 Uhr
Terminabsprache über die Stiftung: Tel.
02362 66 4050
Kellergewölbe Ursulinenkloster, Tel.
02362-912 729


