Entwurf für die Lippe-Galerie verheißt Besserung

Foto: BJA
Der geplante Nachfolger des
Lippetor-Centers, die Lippe-Galerie, soll auch das Umfeld
zum besseren beeinflussen. Die Verantwortlichen hoffen, im
Sommer 2012 einen positiven Bescheid zu erhalten und die
Pläne zu konkretisieren. Doch geplant ist schon jetzt Von
Michael Klein
vieles.
Mit der neuen Lippetor-Galerie, die voraussichtlich ab dem
kommenden Jahr nach Abriss des leer stehenden
Lippetor-Centers gebaut wird, soll sich auch dessen
komplettes Umfeld attraktiver präsentieren. Die Gesamtkosten
der Aufwertung würden sich auf 2,8 Mio. Euro belaufen, die
Verwaltung hat bereits einen Förderantrag bei der
Bezirksregierung eingereicht.
Der Planungsausschuss wird sich auf seiner nächsten Sitzung
am Dienstag (13.) mit dem „Städtebaulichen
Entwicklungskonzept Lippetor“ beschäftigen, auf dessen
Grundlage die Stadterneuerungsmittel aus dem Programm
„Stadtumbau West“ beantragt worden sind.
Das Büro Heinz, Jahnen und Weber macht darin mehrere
Vorschläge, wie die bislang stiefmütterlich behandelte
Kanalzone und der Bereich Richtung Ostwall in den kommenden
fünf Jahren mehr Städtebau- und Freizeitqualität bekommen
kann. An der Ecke Westwall/B 224 (Ostwall), also in Höhe des
„Goldenen Ankers“, soll ein neu gestalteter „Lippetor-Platz“
einen hochwertigen Eingang zur Altstadt bilden.
Die Fußgänger- und Radfahrer-Unterführungen zwischen
Lippetor und Einkaufszentrum sollen zugeschüttet, die
Brückenkonstruktion soll angerissen werden. An dessen Stelle
soll von der Lippestraße ein breiter, Ampel-gesteuerter
Überweg zur neuen Lippe-Galerie entstehen.
Ein Landschaftsarchitekturbüro hat Pläne für eine
Neugestaltung der „Wasserkante“ zwischen Lippetor-Galerie
und Kanal erarbeitet, die die Aufenthaltsqualität dort
steigern sollen. Die Kanaluferzone Richtung Hardt soll bis
zum Grünbereich des Schölzbachs neu gestaltet werden. Die
baumbestandene Fläche zwischen ehemaligem Kinderheim und
Kanal soll einen parkähnlichen Charakter erhalten, möglichst
mit gastronomischen Angeboten.
Die Wegeverbindung zwischen Westwall und Kanal neben der
Lippetor-Galerie soll deutlich aufgewertet werden.
Aufgewertet werden soll die Wall- und Grabenanlage des
Westwall mit Herausstellung der Reste der Stadtbefestigung.
Zunächst einmal der Teil, der nicht von Parkplätzen belegt
ist. „Langfristige Vision“ sei eine „vergleichbare Qualität“
wie in der Wall- und Grabenanlage der südlichen Altstadt. Im
Mittelpunkt steht die neue Lippetor-Galerie. Der Entwurf sei
„geeignet, die städtebaulichen Missstände umfassend zu
verbessern“, so das Büro Heinz, Jahnen und Pflüger.
Daneben seien weitere private Investitionen anzustreben: Die
Sanierung bzw. der Neubau des ehemaligen
Mensing-Herrenhauses sowie der beiden leer gezogenen
Einfamilienhäuser Westwall 51 und 53 zwischen Parkhaus und
ehemaligem Kinderheim, dazu die Schließung der Baulücke am
Ostwall sowie eine Neunutzung des alten Kinderheims (evtl.
mit einem Hotel). Da das Land in der Regel seine
Förderprogramme im Frühjahr aufstellt, geht die
Stadtverwaltung davon aus, dass sie im Falle eines positiven
Bescheids im Sommer 2012 aufgefordert würde, die
Antragsunterlagen zu konkretisieren.
Quelle: Dorstener Zeitung
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